Unterschied FFP2 und FFP3 Maske: Schutzwirkung – Filterleistung – Einsatzbereiche – Unterschiede – Auswahl

Veröffentlicht am

FFP2 und FFP3 Masken gehören zu den partikelfiltrierenden Atemschutzmasken und werden vor allem zum Schutz vor gesundheitsschädlichen Partikeln in der Atemluft eingesetzt. FFP2 bietet bereits einen hohen Schutz gegen feste und flüssige Partikel, während FFP3 eine noch höhere Filterleistung erreicht. Der wichtigste Unterschied liegt daher in der Schutzwirkung und der damit verbundenen maximalen Belastung durch Partikel. Welche Maske sinnvoll ist, hängt vor allem von der jeweiligen Gefährdung und dem vorgesehenen Einsatzbereich ab.

Was bedeutet FFP?

FFP steht für „Filtering Face Piece“. Die Einteilung erfolgt in verschiedene Schutzklassen, insbesondere FFP1, FFP2 und FFP3. Je höher die Klasse, desto höher ist grundsätzlich die Filterleistung gegenüber bestimmten Partikeln.

FFP-Masken werden nach der europäischen Norm EN 149 klassifiziert. Sie sind als persönliche Schutzausrüstung für den Atemschutz konzipiert und unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Filterleistung und der maximal zulässigen Gesamtleckage.

FFP2-Maske

Eine FFP2-Maske bietet einen hohen Schutz vor Partikeln wie Staub, Aerosolen und bestimmten gesundheitsschädlichen Stoffen. Sie wird beispielsweise in Arbeitsbereichen eingesetzt, in denen eine erhöhte Partikelbelastung besteht.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Bau- und Renovierungsarbeiten
  • Arbeiten mit Staub und bestimmten Aerosolen
  • Handwerk und Industrie
  • bestimmte medizinische und pflegerische Situationen
  • Tätigkeiten mit erhöhter Feinstaubbelastung

FFP2 ist damit für viele Situationen eine geeignete Schutzklasse, wenn ein erhöhter Atemschutz erforderlich ist.

FFP3-Maske

Eine FFP3-Maske bietet eine höhere Filterleistung als eine FFP2-Maske und ist für Situationen mit besonders hoher Partikelbelastung vorgesehen. Sie wird beispielsweise verwendet, wenn ein besonders hoher Atemschutz erforderlich ist.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Arbeiten mit besonders gefährlichen Partikeln
  • bestimmte Tätigkeiten im medizinischen Bereich
  • Labor- und Industrieanwendungen
  • Umgang mit Stoffen, bei denen ein besonders hoher Partikelschutz erforderlich ist

Die höhere Schutzwirkung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass FFP3 in jeder Situation die bessere oder notwendige Wahl ist.

FFP2 und FFP3 im Vergleich

MerkmalFFP2FFP3
SchutzklasseFFP2FFP3
FilterleistungHochSehr hoch
Schutz vor PartikelnJaJa
SchutzwirkungHöher als FFP1Höher als FFP2
AtemwiderstandIn der Regel geringerIn der Regel höher
Typischer EinsatzErhöhte PartikelbelastungSehr hohe bzw. besonders kritische Partikelbelastung
KostenHäufig günstigerHäufig teurer

Der wichtigste Unterschied

Der entscheidende Unterschied zwischen FFP2 und FFP3 ist die höhere Schutzleistung der FFP3-Klasse. FFP3-Masken sind so ausgelegt, dass sie bei entsprechender korrekter Anwendung einen höheren Schutz gegen Partikel bieten als FFP2-Masken.

Dabei sollte man jedoch nicht nur auf die Filterklasse achten. Eine Maske kann ihre vorgesehene Schutzwirkung nur dann erreichen, wenn sie richtig sitzt und möglichst dicht am Gesicht anliegt.

Warum der richtige Sitz wichtig ist

Selbst eine hochwertige Atemschutzmaske kann weniger wirksam sein, wenn sie nicht richtig angepasst wird. Besonders problematisch sind Leckagen zwischen Maske und Gesicht.

Wichtige Punkte sind:

  1. Die Maske sollte das Gesicht möglichst dicht abschließen.
  2. Die Nase und der Mund müssen vollständig bedeckt sein.
  3. Die Maske sollte entsprechend den Herstellerangaben getragen werden.
  4. Bartwuchs im Dichtbereich kann die Schutzwirkung von dicht anliegenden Atemschutzmasken beeinträchtigen.
  5. Beschädigte oder nicht korrekt sitzende Masken sollten nicht als zuverlässiger Atemschutz betrachtet werden.

Welche Maske ist stärker?

Vereinfacht lässt sich die Reihenfolge so merken:

FFP1 < FFP2 < FFP3

Dabei steht FFP3 für die höhere Schutzklasse. Allerdings bedeutet eine höhere Klasse nicht automatisch, dass sie für jede Tätigkeit erforderlich ist. Entscheidend ist immer die konkrete Gefährdungsbeurteilung und die Art der Partikel oder Schadstoffe.

Fazit

FFP2 und FFP3 Masken unterscheiden sich vor allem durch ihre Filter- und Schutzleistung gegenüber Partikeln. Eine FFP2-Maske bietet bereits einen hohen Schutz und ist für zahlreiche Anwendungen geeignet, während eine FFP3-Maske für Situationen mit besonders hohen Anforderungen an den Partikelschutz vorgesehen ist. Neben der Schutzklasse sind ein korrekter Sitz und die bestimmungsgemäße Verwendung entscheidend für die tatsächliche Schutzwirkung. Die Wahl zwischen FFP2 und FFP3 sollte deshalb immer anhand der konkreten Gefährdung und der geltenden Sicherheitsanforderungen erfolgen.